Hinweis: Beachte bitte, dass es sich bei diesem Entwicklerblog um etwas handelt, das Neulingen dabei helfen soll ihre ersten Schritte beim Tuning zu meistern. Im Laufe der Zeit wird er anspruchsvoller. Solltest du dir bestimmte Features im Blog wünschen, dann teile dich in den Kommentaren mit.

Jeder Fahrer wird dir bestätigen, dass (mindestens) drei Teile eine Kurve ausmachen: Der Eingang, die Schleife und der Ausgang. Das Geniale an SHIFT 2 Unleashed ist, dass jeder Wagen unterschiedlich auf Kurven reagiert. Man wünscht sich die schnellstmögliche Exit-Geschwindigkeit, doch vielfach ist man einer Über- oder Untersteuerung ausgesetzt, die wiederum wertvolle Zeit durch die notwendige Korrektur verschwenden, anstatt schnell wieder auf das Gaspedal zurückzufinden. Im Mittelpunkt dieses Entwicklerblogs stehen die Stabilisatoren.

Beim Tuning kann die Ausrichtung der Stabilisatoren den Unterschied zwischen der schnellsten Runde und dem Kiesbett machen. Sie befinden sich vorne und hinten am Fahrzeug  und reagieren unterschiedlich auf die Steifigkeit. Ein weicher Stabilisator an der Front wird zur Übersteuerung führen, ein starrer zur Untersteuerung. Das Gegenteil ist der Fall für die hinteren Stabilisatoren. Ordnet man sie beim Tuning an einem bestimmten Punkt an, kann man ein perfektes Mittelmaß für sein Fahrzeug finden.

Der Team Need for Speed SHELBY Terlingua Mustang zum Beispiel leidet wie die meisten Muscle Cars unter einer schrecklichen Untersteuerung. Sein großer, schwerer Motorblog macht den Kurveneintritt viel schwieriger, vor allem auf technisch anspruchsvollen Tracks wie Laguna Seca. Setzt man beide Stabilisatoren auf 0.0 fliegt man gnadenlos raus. Stellt man dagegen den Front Stabilisator auf 0.0 und den hinteren auf 10.00 verwandelt sich der Mustang in einen echten Drifter. Das ist, was so faszinierend ist: Bereits kleine Anpassungen können den ganzen Unterschied machen. Statt über Bord zu gehen, kann ein wenig Anpassung des Frontstabilisators mit einer Versoftung von 6.0 auf 4.0 dazu führen, dass man fast 1,5 Sekunden hinsichtlich der Rundenzeit gewinnt.

Ein kleinerer Wagen wie der Lotus Elise reagiert gegenteilig zum Mustang. Jedes Mal wenn man mit ihm schnell eine Kurve nimmt, bricht er im Heck aus. Schon allein der Gedanke an die Übersteuerung führt dazu, dass man von vornherein viel langsamer fährt, als man eigentlich müsste. Versoftet man hier den hinteren Stabilisator im Bereich 0.0 bis 0.1 erhält man ein Fahrzeug mit großem Turn-in, dessen Reifen niemals dazu neigen auszubrechen.  Im Ergebnis fühlt man sich wie im echten Rennen, nimmt haarscharf jedes Nadelöhr, jede Schikane und das ist ein super Gefühl.

Der Trick bei den Stabilisatoren besteht darin, nur kleine, vorsichtige Änderungen vorzunehmen. Schwere Muscle Cars neigen generell dazu zu schieben, während kleine Fahrzeuge leicht ins Schlingern geraten. Mit etwas Tuning kann man jeden Wagen in einen sorgfältig ausbalancierten Boliden verwandeln, der die Strecke beherrscht.

Allgemeine Regeln:

- Softere Front: Übersteuerung
- Steifere Front: Untersteuerung
- Softeres Heck: Untersteuerung
- Steiferes Heck: Übersteuerung
- Immer kleine Änderungen vornehmen - nie mehr als 4.0 in jede Richtung
- Schwere Fahrzeuge neigen zur Untersteuerung
- Leichtere Fahrzeuge neigen zur Übersteuerung