Hinweis: Beachte bitte, dass es sich bei diesem Entwicklerblog um etwas handelt, das Neulingen dabei helfen soll ihre ersten Schritte beim Tuning in Shift 2 Unleashed zu meistern. Im Laufe der Zeit wird er anspruchsvoller. Solltest du dir bestimmte Features im Blog wünschen, dann teile dich in den Kommentaren mit.

Jeder weiß, das ein Fahrzeug bei platten Reifen zur Schnecke wird, erst recht, wenn alle vier betroffen sind. Dieses extreme Beispiel verdeutlicht, dass man mit der Anpassung des Reifendrucks das Handling des Wagens maßgeblich beeinflussen kann.

Die Kunst besteht nicht darin, den Reifendruck einfach zu erhöhen oder zu verringern. Vielmehr ist es sinnvoll, ihn mit den anderen Tuning-Aspekten zu kombinieren, von denen wir dir schon einige beschrieben haben. Es ist wichtig, ein ganzheitliches Konzept zu verfolgen. Übertreibt man es mit einem Bereich, kann das negative Auswirkungen auf den Rest und damit das Tuning-Ergebnis haben. Viele kleine Änderungen schaffen immer ein besseres Resultat, als eine große Anpassung in nur einem Bereich.

Der oben sichtbare Mercedes-Benz SLS AMG wurde sehr gut getunt, aber trotzdem waren bei der Fahrt einige kleinere Pushs in den Kurven spürbar. Nachdem die Bremsen angepasst waren, begann das Finetuning der Vorder- und Hinterreifen. In der Front wurde eine Verringerung auf 40.00 vorgenommen, die hinteren Reifendrücke wurden dagegen auf 55.00 erhöht, um eine Übersteuerung hervorzurufen. Dieser Trick führte auf Anhieb dazu, dass sich das Heckende in der Mitte der Kurve bereits in Position befand und man schnell wieder aufs Gaspedal steigen konnte. Alles größer als 10 bis 15 für beide Seiten ist generell zu viel des Guten bei der Anpassung.

Trotz der guten mittigen Kurvenlage war der Kurveneintritt von der Geschwindigkeit her noch nicht optimal. Man hat das Gefühl, viel zu stark einbremsen zu müssen. Mit einer Anhebung der hinteren Bremsenbalance auf 55.00, wird der Eintritt nicht nur wesentlich besser, sondern das Fahrzeug arbeitet jetzt mit dem Fahrer statt gegen ihn. Weiter als 55.00 sollte man beim Tuning aber nicht gehen. Die Balance der Bremsen mit einem Bremsendruck von 10.00 bis 15.00 sollte dazu führen, dass das Fahrzeug sich mehr so verhält, wie man es erwartet.

Und nochmal, weil man es gar nicht oft genug sagen kann: Änderungen in vielen kleinen Bereichen liefern immer ein besseres Ergebnis als eine große, singuläre Anpassung in "bedeutenderen" Bereichen. Nimm dir Zeit und entscheide dich für vorsichtige Änderungen. Dann wirst du auch auf der Speedwall höher und höher steigen. 

Allgemeine Regeln - Reifendruck

- Erhöhen vorne fördert Untersteuerung
- Vorne reduzieren fördert Übersteuerung
- Erhöhen hinten fördert Übersteuerung
- Hinten reduzieren fördert Untersteuerung

Allgemeine Regeln - Bremsenbalance:

Eine Erhöhung schafft mehr Bewegung im Heck. Das macht die Kurvenfahrt einfacher, ist aber insgesamt unruhiger

Allgemeine Regeln - Bremsendruck:

Der Bremsendruck reduziert oder erhöht den "Biss" beim Bremsen


BabaOrigley

Nicht nur für Anfanger sehr hilfreich. Vielen Dank