Von EA_Christoph erstellt (Mon, 2011-05-02 00:16)
Hinweis: Beachte bitte, dass es sich bei diesem Entwicklerblog um etwas handelt, das Neulingen dabei helfen soll ihre ersten Schritte beim Tuning in Shift 2 Unleashed zu meistern. Im Laufe der Zeit wird er anspruchsvoller. Solltest du dir bestimmte Features im Blog wünschen, dann teile dich in den Kommentaren mit.
Der GUMPERT Apollo ist ein faszinierendes Fahrzeug. Liegt es an seinem besonderen Look oder dem absurden Performance-Index (2354 in der Works Konfiguration)? Er ist eine geniale Alternative für alle Lamborghinis oder Paganis, denen man immer wieder im Spiel begegnet. Dennoch ist er fordernd, denn man verbringt fast die halbe Zeit damit ihn irgendwie auf der Strecke zu bändigen. Sein Heck hat schon ein gewisses Eigenleben.
Das Einstellen der Stabilisatoren hat dazu beigetragen, sein Handling zu verbessern, aber es gab noch viel mehr zu tun. Die Bewegung des Hecks sollte etwas eingebremst werden, natürlich bei Erhalt des sportlichen Kurveneintritts.
Indem man die Federn auf 6.00 versteifte, wurde der Wagen zu einem unkontrollierbaren, umher schwingenden Presslufthammer auf offener Strecke. Versucht man dann den GUMPERT apollo mit hoher Geschwindigkeit in die Kurve zu locken, schießt man unweigerlich in die Mauer, weil die Reifen null Gripp haben. Jedes Loch im Asphalt wird spürbar, und man verliert ständig den Kontakt mit dem Boden. Versoftet man die Federn auf 0.00 behebt das das unruhige Gefühl und führt dazu, dass man den Wagen auf gerader Strecke leichter kontrollieren kann. Das ging aber zu Lasten des Kurven-Eintritts, weil der Body-Roll sich verstärkte und sich die Reaktionsfähigkeit herabsetzte.
Es bleibt der persönlichen Präferenz überlassen, ob man das Fahrzeug in jeder Sekunde unter Kontrolle haben will oder lieber schnell eingreift, wenn es nötig ist. Ganz bequem ist es, wenn man die Einstellungen so wählt, dass man eine gut ansprechende Frontfederrate mit 4 bis 5.00 hat und 3.00 beim Heck hinzugibt. Dies Einstellung ist sinnvoll, du das Heck lieber einfängst, als auf es zu warten bis es sich in die Kurve bewegt. Wenn du dir das Übersteuern nicht antun willst, solltest du hier aber ein wenig softer einstellen.
Mit dieser Einstellung kuriert sich schließlich auch das größte Ärgernis: das Bottoming Out. In der Works-Konfiguration sitzt der GUMPERT extrem niedrig und kratzt auf rauen Streckenabschnitten. Indem man den Anschlag auf 15.00 vorne und 20.00 hinten eintaktet, kann man das Bottoming Out gut vermeiden.
Man gewinnt kostbare Geschwindigkeit, auch wenn das Wagen insgesamt etwas verrückter wird. Wenn du mehrfach Funkenflug von unterhalb des Fahrzeugbodens beobachtest, dann erhöhe die Anschlagspuffer in Front und Heck, bis es aufhört. Dabei ist zu beachten: Je höher man hier kommt, desto schwieriger lässt sich der Wagen steuern. Daher sollte man nur korrigierend eingreifen, wenn er schon extrem niedrig sitzt.
Ein gut ausbalancierter Flitzer wie das BMW 135i Coupe hat eine ideale Höhe bei der Bodenfreiheit, auch wenn er nicht ganz so reaktiv in Kurven ist, wie es sich manche wünschen. Nachdem man mit den Stabilisatoren gespielt hat (6.00 Front und 3.00 Heck), wurden beide Federn auf 3.00 eingetaktet. Daraus resultierte eine bessere Fahrzeugbalance, die ein besseres Turn-in liefert, sowie eine kontrollierbare Übersteuerung plus mehr Geschwindigkeit in den Kurven.
Wenn alles andere scheitert, erinnere dich an die drei goldenen Abschnitte jeder Kurve: Der Eingang, die Schleife und der Ausgang. Jeder davon muss sauber von der Hand gehen, um schnell zu sein.
Allgemeine Regeln:
- Steife Federn: Sprechen gut an, sind aber unruhig
- Weiche Federn: Sprechen weniger gut an, sind aber einfacher zu kontrollieren
- Anschlag: Nur so weit anheben bis das Bottoming-Out verschwunden ist. Alles darüber wird extrem schwierig im Handling
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