In einem neuen Blog Feature geben dir künftig die Entwickler sowie der neue, internationale Community Manager NFSCoulter einige Tipps zu SHIFT 2 Unleashed. Diese sind erst einmal für all jene gedacht, die ihre ersten Schritte im Tuning machen möchten, aber nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Künftig werden auch anspruchsvollere Themen behandelt.

Tuning Tipp von NFSCoulter: ÜBERSETZUNGSVERHÄLTNIS

(Im Spiel zu finden unter: Tuningmenü -> Antriebsstrang -> Achsübersetzung)

Das Übersetzungsverhältnis ist eine der einfachsten, aber wirkungsvollsten Stellschrauben, die man nutzen kann, um einige Extrasekunden in der Rundenzeit zu sparen. Je nach Strecke kann es einem großen Unterschied in der Höchstgeschwindigkeit und Beschleunigung machen, ob man seinem Fahrzeug lange oder kurze Übersetzungen spendiert. Wie immer im Tuning ist es ein Geben und Nehmen. Man gibt etwas von der Höchstgeschwindigkeit zu Gunsten einer besseren Beschleunigung auf – und umgekehrt.

 Als Beispiel: Ich nutze gerne den Porsche GT3 Cup R in der FIA GT3 Disziplin. Auch wenn der Porsche eine sehr gute Kurvengängigkeit hat, fahren mir die Lamborghinis und Corvettes auf den geraden Abschnitten von Road America einfach davon. Um das zu kompensieren, habe ich die Achsübersetzung des Porsches von 4.0 auf 2.0 reduziert. Das gibt mir mehr Beschleunigung und hält mich vorne mit dabei, wenn die anderen die Geraden entlang rasen (Am Anfang solltest du nur die Achsübersetzung anpassen, damit du nicht deine Schaltpunkte verstellst.).

Als Test habe ich das Setting der Achsübersetzung probeweise auf 8.0 gesetzt und bin ein paar Runden gefahren. Das Ergebnis: Ich bin zwar auf den Geraden 10mph schneller gefahren, aber die Beschleunigung war so viel schlechter, dass ich insgesamt doch 1 Sekunde langsamer in der Gesamtzeit war (Aus Spaß habe ich den Porsche GT3 R auf ein Verhältnis von 0.0 gesetzt und war auf Hazyview 0,3 Sekunden schneller).

Ich habe Road America als Beispiel herangezogen, weil die Strecke nur mittellange Geraden hat, auf welchen man die Höchstgeschwindigkeit zu Gunsten der Beschleunigung am besten trimmen kann.

Auf Strecken wie Dakota Tri-Oval, Enna Pergusa oder Monza Jr. solltest du deine Übersetzung länger einstellen (6.0+), da du auf deren langen Geraden mehr die Zeit hast, mit deinem Wagen die hohen Geschwindigkeiten zu erreichen.

Um den stärksten Unterschied zu beobachten, nimm dir einen Klasse D Wagen und kürze die Achsübersetzung so weit wie möglich. Ich habe hierzu einen Standard Volkswagen GTI genommen und die Achsübersetzung auf 0.0 eingestellt. Das Resultat auf Mount Panorama: 3 Sekunden schneller! Die Klasse D Wagen brauchen sehr lange bis sie ihre Höchstgeschwindigkeit erreichen. Daher ist es besser, ihnen etwas mehr Beschleunigung zu gönnen, da es sowieso selten ist, dass man auf einer Strecke die Möglichkeit hat den Drehzahlbegrenzer sofort auf Anschlag zu bringen.

Es ist eine gewisse Balance, aber es gibt einen idealen Punkt bei fast jedem Fahrzeug und jeder Strecke, an dem du deine Geschwindigkeit maximieren und deine Rundenzeiten verbessern kannst.

Zusammenfassung:

Kurze Übersetzung (2.0 und weniger)
- Klasse D Wagen
- Kurze Strecken mit kurzen Geraden und/oder vielen Kurven (Hazyview, Suzuka, Brands Hatch, Riviera)

Mittlere Übersetzung ( 2.0-6.0)
- Jeder Wagen ab Klasse C und darüber
- Strecken die sehr gemischt ausfallen (Laguna Seca, Road America, Dubai Autodrome, Shanghai)

 Lange Übersetzung (6.0 und höher)
- Strecken mit vielen sehr langen Geraden oder durchgehend hohen Geschwindigkeiten (Dakota, Enna Pergusa, Teile des Nürburgrings, Monza )